Die meisten Warenkörbe werden nie bezahlt. Das ist normal, aber ein Teil davon ist zurückzuholen. Wer abbricht, wollte kaufen und wurde unterbrochen, verunsichert oder abgeschreckt. Fünf Wege holen einen Teil davon zurück: drei verhindern den Abbruch, zwei holen die Kunden danach zurück.
Die fünf Wege
1. Keine Überraschungen im Checkout
Der häufigste Abbruchgrund sind Kosten, die erst am Ende auftauchen. Versandkosten und Lieferzeit gehören schon auf die Produktseite und in den Warenkorb. Wer vorher weiß, was kommt, bricht seltener ab.
2. Schnelle Bezahlung anbieten
Shop Pay, Apple Pay, Google Pay und PayPal füllen Adresse und Zahlung mit einem Klick aus. Vor allem auf dem Handy macht das den Unterschied zwischen Kaufen und „mach ich später“.
3. Die Erinnerungsmail
Shopify verschickt automatisch eine Mail an Kunden, die den Checkout verlassen haben. Der Standardtext ist nüchtern. Besser: Produktbild, ein persönlicher Satz, die Antwort auf die häufigste Frage. Erste Mail nach einigen Stunden, eine zweite am nächsten Tag.
4. Rabatt nur gezielt
Ein Gutschein in der ersten Erinnerung erzieht Kunden dazu, absichtlich abzubrechen. Wenn überhaupt, dann erst in der zweiten Mail und nur bei größeren Warenkörben.
5. Fragen sofort beantworten
Manche brechen ab, weil eine Frage offen ist: Passt die Größe? Kommt es bis Freitag? Ein Chat oder eine sichtbare Kontaktmöglichkeit im Warenkorb klärt das, bevor der Kunde geht. Shopify Inbox ist kostenlos und schnell eingerichtet.
Häufige Fragen
Wie viele Warenkörbe werden abgebrochen? Im Onlinehandel deutlich mehr als die Hälfte. Ein guter Wert für deinen Shop ist nicht null, sondern besser als letzten Monat.
Darf ich Erinnerungsmails einfach verschicken? In Deutschland gelten sie als Werbung und brauchen eine Einwilligung. Schick sie an Kunden, die dem Newsletter zugestimmt haben. Mehr dazu in Teil 1 der Serie.
Wo sehe ich meine abgebrochenen Checkouts? Im Shopify-Admin unter Bestellungen, abgebrochene Checkouts. Dort kannst du auch einzelnen Kunden manuell den Link schicken.
Richtet ihr das ein? Ja. Texte, Design und Timing der Mails sowie die Checkout-Optimierung setzen wir nach unserem Audit um.