Die meisten Shops brauchen kein Plus. Seit B2B auch auf den normalen Plänen läuft, ist die Liste der Gründe kürzer geworden. Plus lohnt sich, wenn du jedem Händler eigene Preise geben musst, mehrere Shops für Länder oder Marken betreibst oder den Checkout anpassen willst. Und wenn dein Umsatz so hoch ist, dass die niedrigeren Gebühren die Lizenz bezahlen.
Was Plus kostet
Plus wird in US-Dollar abgerechnet und mit Laufzeit vereinbart:
- Rund 2.500 US-Dollar im Monat bei einem Jahr Laufzeit
- Rund 2.300 US-Dollar im Monat bei drei Jahren
- Bei sehr hohem Umsatz wird es umsatzabhängig, dann zählt ein kleiner Prozentsatz vom Umsatz statt der festen Lizenz
Zum Vergleich: Advanced kostet in Deutschland 289 € im Monat bei jährlicher Zahlung. Der Sprung ist also groß. Dagegen stehen niedrigere Kartengebühren, die bei hohem Umsatz einen spürbaren Teil der Lizenz wieder einspielen.
Die genauen Konditionen legt Shopify im Vertrag fest. Wir holen sie für dich ein, bevor du dich entscheidest.
Was nur Plus kann
| Funktion | Wofür du sie brauchst |
|---|---|
| Unbegrenzte Preislisten, pro Kunde zuweisbar | Jeder Händler bekommt seine ausgehandelten Preise |
| Anzahlungen und Teilzahlungen im B2B | Große Bestellungen, Vorkasse auf einen Teil |
| Zusätzliche Shops (Expansion Stores) | Eigener Shop pro Land, Marke oder für Händler |
| Anpassbarer Checkout | Zusatzfelder, eigene Logik bei Versand und Zahlung |
| Eigene Funktionen über Shopify Functions | Rabatt-, Versand- oder Zahlungsregeln, die keine App abdeckt |
| Launchpad | Sales und Kampagnen automatisch zeitgesteuert starten |
| Höhere Schnittstellen-Limits | Schnelle ERP- und PIM-Anbindung bei großen Katalogen |
| Niedrigere Kartengebühren | Spart Geld ab hohem Umsatz |
Was Plus nicht macht: deinen Shop schneller, schöner oder erfolgreicher. Das Theme, die Apps und das Frontend sind dieselben wie auf den anderen Plänen.
Fünf Fragen, die entscheiden
Beantworte sie ehrlich. Ab zwei klaren Ja lohnt sich das Gespräch über Plus.
- Hat jeder deiner Händler eigene Preise? Nicht Preisstufen, sondern einzeln verhandelte Konditionen.
- Brauchst du mehr als einen Shop? Für Länder mit eigenem Sortiment, für zweite Marken oder einen getrennten Händlershop.
- Muss der Checkout etwas können, das er heute nicht kann? Etwa Kostenstellen, Lieferdaten oder Zahlarten nach Kundengruppe.
- Hängt ein ERP mit vielen tausend Artikeln dran? Und müssen Preise und Bestände mehrmals am Tag abgeglichen werden?
- Liegt dein Online-Umsatz deutlich im siebenstelligen Bereich? Dann rechnen sich die niedrigeren Gebühren oft schon allein.
Lauter Nein? Dann investiere das Geld lieber in Conversion, Inhalte oder Marketing. Da bringt es mehr.
Wann wir von Plus abraten
Wir sind Shopify-Partner und verdienen an Plus-Projekten gut. Trotzdem raten wir oft ab:
- „Wir wollen professioneller wirken.“ Kunden sehen nicht, welchen Plan du hast.
- „Wir brauchen B2B.“ Seit April 2026 geht B2B auch ohne Plus. Erst prüfen, ob drei Preislisten reichen.
- „Der Shop ist zu langsam.“ Tempo hängt an Theme, Bildern und Apps, nicht am Plan.
- „Wir wachsen bald.“ Dann wechsle, wenn es so weit ist. Der Umstieg geht ohne Neubau.
Ein Plan ist ein Werkzeug, kein Statussymbol. Wenn Advanced alles kann, was du brauchst, bleib dabei und steck das Geld in Umsatz.
Häufige Fragen
Kann ich später auf Plus wechseln? Ja, jederzeit. Der Shop bleibt, wie er ist. Produkte, Kunden, Theme und Apps ziehen nicht um, nur der Vertrag ändert sich.
Gibt es Plus auf Probe? Eine Testphase im klassischen Sinn nicht. Plus wird über Shopify direkt vereinbart. Wir klären vorher mit dir, ob es sich rechnet.
Brauche ich für Plus eine Agentur? Nein, aber die Funktionen, für die man Plus bucht, wollen eingerichtet werden: Checkout, Preislisten, zusätzliche Shops, Anbindungen. Ohne Umsetzung zahlst du für Funktionen, die du nicht nutzt.
Ist Plus für B2B Pflicht? Nicht mehr. Mit bis zu drei Preislisten geht B2B auf allen Plänen. Mehr dazu in unserem Artikel über B2B ohne Plus.