Ratgeber · B2B · 3 Min.
/ Kurz gesagt
Firmenkonten, Händlerpreise und Zahlung auf Rechnung gehen seit April 2026 auf allen Plänen. Was geht, was nicht, und wo die Grenze liegt.
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Seit April 2026 gibt es die B2B-Grundfunktionen von Shopify auf allen Plänen, nicht mehr nur bei Plus. Firmenkonten, Händlerpreise, Staffelpreise, Mindestmengen und Zahlung auf Rechnung gehen jetzt auch mit Basic, Grow und Advanced. Die Grenze liegt bei drei Preislisten. Für viele Händler mit B2C und einem überschaubaren Händlernetz reicht das, ohne rund 2.300 US-Dollar im Monat für Plus.
Bis Anfang 2026 war die Sache einfach: Wer in Shopify an Händler verkaufen wollte, brauchte Plus oder eine Wholesale-App. Native B2B, also Firmenkonten, eigene Preise und Zahlungsziele direkt im Shop, war Plus vorbehalten.
Am 2. April 2026 hat Shopify die Grundfunktionen für Basic, Grow und Advanced freigeschaltet, ohne Aufpreis. Voraussetzung ist das neue Shopify Markets, über das die Preislisten den Händlern zugeordnet werden.
Für viele kleine und mittlere Händler ist das die größte Shopify-Neuerung des Jahres. B2B ist keine Budgetfrage mehr, sondern eine Frage der Struktur.
| Funktion | Basic, Grow, Advanced | Plus |
|---|---|---|
| Firmenkonten mit Standorten | Ja | Ja |
| Eigene Preislisten (Kataloge) | Bis zu 3 | Unbegrenzt |
| Preisliste pro einzelnem Kunden | Nein | Ja |
| Staffelpreise | Ja | Ja |
| Mindest-, Höchst- und Schrittmengen | Ja | Ja |
| Zahlungsziele (z. B. 30 Tage) | Ja | Ja |
| Gespeicherte Kreditkarten | Ja | Ja |
| Bestellung als Entwurf zur Freigabe | Ja | Ja |
| Eigener Checkout für Händler | Ab Advanced | Ja |
| Anzahlungen und Teilzahlungen | Nein | Ja |
| Eigene Shop-Ansicht für Händler im Theme | Nein | Ja |
Kurz: Alles, was ein Händler zum Bestellen braucht, ist da. Plus wird erst wichtig, wenn jeder Kunde seine eigenen Preise bekommt oder der Shop für Händler anders aussehen soll.
Ohne Plus gibt es höchstens drei aktive Kataloge, und sie hängen an Märkten, nicht an einzelnen Kunden. In der Praxis heißt das: Du arbeitest mit Preisstufen statt mit Einzelpreisen.
Ein Beispiel, das gut funktioniert:
Was nicht funktioniert: Jeder Händler hat seinen ausgehandelten Preis. Sobald im ERP für jeden Kunden eigene Konditionen stehen, stoßen drei Kataloge an ihre Grenze. Dann ist Plus die saubere Lösung, alles andere wird ein Workaround.
Staffelpreise und Mindestmengen laufen innerhalb jedes Katalogs, sie zählen nicht gegen das Limit. Aber Achtung: Sie gelten pro Variante. Zehn Stück in verschiedenen Farben ergeben nicht automatisch den Zehnerpreis.
Reicht, wenn du:
Wird eng, wenn du:
Unser Rat: Fang ohne Plus an, wenn die Liste oben passt. Der Wechsel auf Plus geht später ohne Neubau, Firmen und Kataloge bleiben erhalten.
Brauche ich für B2B noch eine App? Für die Grundfunktionen nicht mehr. Apps lohnen sich weiterhin für Sonderfälle, etwa Preise erst nach Login zeigen, Schnellbestellformulare oder komplexe Rabattlogik.
Sehen Endkunden die Händlerpreise? Nein. Händlerpreise sieht nur, wer mit einem Firmenkonto eingeloggt ist. Alle anderen sehen den normalen Shop.
Kann ich auf Rechnung verkaufen? Ja. Zahlungsziele wie 30 oder 60 Tage lassen sich pro Firma festlegen, auf allen Plänen.
Geht B2B und B2C in einem Shop? Ja, das ist der Normalfall. Ein Shop, ein Lager, zwei Preiswelten.
Was kostet die Einrichtung? Das hängt an Preisstruktur und Anbindungen. Wir machen dir nach dem Erstgespräch einen Festpreis.
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