Viele Anfragen für einen Umzug zu Shopify kommen mit einem Wunsch: „Genau wie jetzt, nur auf Shopify.“ Wir raten davon ab. Wer den alten Shop Seite für Seite nachbaut, nimmt seine Schwächen mit und verschenkt die beste Gelegenheit, die Kundenführung neu zu denken.
Die Anfrage
Eine Lebensmittelmarke mit Abo-Geschäft wollte von Wix zu Shopify. Ein erster Shopify-Entwurf existierte schon. Die Markenwelt war da, aber die Seitenstruktur folgte fast eins zu eins dem alten Wix-Shop: wenig Raum für Herkunft und Geschmack, das Abo als Nebensache, Produktseiten ohne echte Kaufargumente.
Was wir stattdessen empfehlen
- Das Theme nach dem Inhalt wählen, nicht nach der Ähnlichkeit zum alten Shop. Für eine Marke, die von Herkunft und Geschmack lebt, braucht es ein Theme, das Geschichten erzählen kann, nicht nur Produkte zeigt.
- Produktseiten, die verkaufen. Herkunft, Geschmack, Zubereitung und die Menschen dahinter gehören auf die Produktseite, nicht versteckt auf eine Über-uns-Seite.
- Das Abo von Anfang an mitdenken. Nicht als Checkbox am Produkt, sondern mit einer eigenen Seite, die erklärt, warum es sich lohnt.
- Vertrauen und Wiederkauf in die Struktur bauen. Bewertungen, E-Mail-Automationen und eine klare Shop-Struktur gehören in den Plan, nicht in die Nachbesserung.
Das ist mehr als ein Plattformwechsel. Aber es ist der Moment, in dem es am wenigsten zusätzlich kostet.
Was du daraus mitnimmst
- Ein Umzug ist kein Screenshot-Nachbau. Was im alten Shop nicht funktioniert hat, funktioniert auf Shopify auch nicht.
- Frag dich vorher: Was soll der neue Shop besser können? Die Antwort bestimmt Theme, Struktur und Seiten.
- Branchen haben eigene Kaufwege. Lebensmittel verkaufen sich über Geschmack und Herkunft, Technik über Daten, Mode über Bilder. Das Theme muss dazu passen.
- Behalte, was gut ist. Markenwelt, Bilder, Texte, Kundendaten. Nur die Struktur muss nicht mit.
Planst du einen Umzug zu Shopify? Wir denken mit dir die Kundenführung neu, statt nur das alte Layout zu kopieren.