Ratgeber · B2B · 2 Min.

Ein B2B-Shop ist kein Endkunden-Shop mit versteckten Preisen

Pascal Hippmann · aktualisiert Oktober 2026
Kurz gesagt

Ein Getränkehersteller wollte für seinen Auslandsmarkt einen Shopify-Store, der vor allem Händler bedient. Die naheliegende Idee wäre gewesen, einen klassischen Markenshop mit Video, Merchandise und Produktkarussells zu bauen und die Preise hinter einem Login zu verstecken. Wir haben das Gegenteil gemacht: Der Store wurde vom ersten Tag an für Händler gedacht. Weniger Inszenierung, dafür schnelle Antworten auf die Fragen, die ein Einkäufer wirklich hat.

Der Fall

Der Hauptumsatz kam nicht von Endkunden, sondern von Händlern, die palettenweise bestellen. Ein Händler kommt nicht auf die Seite, um sich inspirieren zu lassen. Er will wissen: Was ist verfügbar, in welcher Einheit, wie komme ich an die Ware, und mit wem spreche ich, wenn ich mehr will. Eine Startseite, die zuerst ein Lifestyle-Video zeigt, schiebt genau diese Antworten nach unten.

Was wir anders gebaut haben

  • Die Marke in einem Satz, dann sofort die Ware. Wer der Hersteller ist, bleibt sichtbar. Aber direkt darunter stehen die verfügbaren Produkte.
  • Einheit und Bestelllogik zuerst. Palette, Abholung oder Lieferung, Mindestmenge: Diese Angaben stehen dort, wo die Kaufentscheidung fällt, nicht in den Versandbedingungen.
  • Ein klarer Kontaktweg für Großhandel. Wer mehr bestellen oder Konditionen besprechen will, findet den Ansprechpartner ohne Suchen.
  • Ein Footer für Händler. Großhandelsinfos, Abholung und Kontakt statt Social-Media-Links und Gutscheinhinweisen.
  • Lifestyle bewusst später. Merchandise und Markeninszenierung wurden für den Start zurückgestellt. Sie können dazukommen, wenn die Bestellwege laufen.
B2B auf Shopify?
Wir richten Preise, Firmen und Kataloge ein.
Zu B2B

Was du daraus mitnimmst

  • Wer kauft, bestimmt die Startseite, nicht das Theme. Ein Theme liefert Bausteine. Welche davon oben stehen, entscheidet deine Zielgruppe.
  • Ein B2B-Einkäufer braucht Fakten vor dem ersten Klick. Verfügbarkeit, Einheit, Lieferweg und Kontakt. Alles andere ist zweitrangig.
  • Schlank heißt nicht markenlos. Eine klare, ruhige Seite wirkt im Großhandel professioneller als eine Inszenierung, die für Endkunden gemacht ist.
  • Erst der Bestellweg, dann die Kür. Was die Marke zusätzlich zeigt, lässt sich später ergänzen. Ein unklarer Bestellweg kostet dagegen ab dem ersten Tag Aufträge.

Ist B2B dein wichtigster Umsatzkanal? Dann sollte dein Shop auch so aussehen. Wir bauen ihn für die Menschen, die bei dir einkaufen.

Lieber reden als lesen?

20 Minuten, ehrlich und unverbindlich. Danach weißt du, was dein Store braucht.