Ein Großhandels-Shop verkaufte vor allem palettenweise. Die erste getestete Versand-App war auf Pakete ausgelegt und passte deshalb nicht. Wir haben sie nach einem kurzen Test verworfen und eine Lösung gewählt, die Frachtpreise live berechnen kann. Versand-Apps sehen im App Store ähnlich aus, rechnen aber mit völlig anderen Grundlagen. Welche passt, entscheidet dein Fulfillment, nicht die Bewertung im App Store.
Der Fall
Bei Paketen geht es um Gewicht, Maße und ein paar bekannte Paketdienste. Bei Paletten geht es um Speditionen, Ladehilfsmittel, Ladezonen, Abholung und Zustellfenster. Eine App, die für Pakete gebaut ist, kann diese Fragen nicht beantworten. Im Checkout entstehen dann entweder falsche Versandkosten oder gar keine.
Was wir vor der Auswahl geklärt haben
- Was wird verschickt? Einzelne Pakete, ganze Paletten oder beides.
- Von wo? Ein Lager oder mehrere, und welches Lager welche Ware hat.
- Mit wem? Welche Speditionen und Paketdienste kommen infrage, und mit wem gibt es schon Verträge.
- Wie wird abgerechnet? Feste Versandkosten, Preise auf Anfrage oder echte Live-Preise im Checkout.
- Was ist mit Abholung? Kann der Kunde selbst abholen, und wie wird das im Checkout angeboten?
Erst mit diesen Antworten ließ sich eine App auswählen. Die Freischaltung der Frachtlösung lief anschließend in Abstimmung mit dem Anbieter, weil solche Tarife nicht auf Knopfdruck aktiv sind.
Was du daraus mitnimmst
- Versand-Apps sind nicht austauschbar. Paketversand und Frachtversand sind zwei verschiedene Welten.
- Live-Versandpreise werden im Großhandel schnell komplex. Plan genug Zeit für Einrichtung und Tests ein.
- Ein kurzer Test ist billiger als ein falscher Dauerzustand. Lieber eine App nach einer Woche verwerfen als ein Jahr mit falschen Versandkosten leben.
- Kläre dein Fulfillment vor der App. Die App bildet deinen Versand ab. Sie ersetzt keine Entscheidung darüber.
Verschickst du Paletten, Pakete oder beides? Wir finden die Versandlösung, die zu deinem echten Fulfillment passt.