Kundendaten, Adressen und Bestellhistorie ziehen beim Umzug zu Shopify mit. Passwörter nicht, aber das spielt keine Rolle mehr: Shopify-Kunden melden sich seit 2026 ohne Passwort an, mit E-Mail-Adresse und Einmal-Code. Wer schon Kunde war, gibt seine E-Mail ein und sieht sofort seine alten Bestellungen. Die größte Sorgfalt braucht nicht das Login, sondern die Newsletter-Einwilligungen.
Login ohne Passwort
Im Februar 2026 hat Shopify die alten Kundenkonten mit Passwort abgelöst (Shopify Changelog). Neue Shops bekommen nur noch die neuen Kundenkonten, bestehende Shops sollen umsteigen.
So funktioniert das Login jetzt:
- Der Kunde gibt seine E-Mail-Adresse ein.
- Shopify schickt ihm einen sechsstelligen Code.
- Er tippt den Code ein und ist angemeldet.
Für den Umzug heißt das: Die alte Frage „Wie bekommen wir die Passwörter rüber?“ stellt sich nicht mehr. Jeder importierte Kunde kann sich am ersten Tag anmelden, ohne Einladung und ohne Passwort-Reset.
Was mitkommt
| Daten | Kommt mit? | Hinweis |
|---|---|---|
| Name, E-Mail, Telefon | Ja | Per CSV oder Migrations-App |
| Liefer- und Rechnungsadressen | Ja | Mehrere Adressen pro Kunde möglich |
| Bestellhistorie | Ja | Per Migrations-App, im Kundenkonto sichtbar |
| Kundengruppen und Tags | Ja | Als Tags, z. B. für VIP oder Händler |
| Newsletter-Einwilligung | Ja | Nur mit sauberem Nachweis, siehe unten |
| Guthaben und Gutscheine | Teilweise | Als Store-Guthaben oder neue Geschenkkarten anlegen |
| Händler- und Firmenkonten | Ja | Als B2B-Firmen mit Standorten |
| Passwörter | Nein | Nicht nötig, Login per E-Mail-Code |
Newsletter-Einwilligungen richtig übernehmen
Hier passieren beim Umzug die teuersten Fehler. Wer alle Kunden pauschal als Newsletter-Abonnenten importiert, verschickt Werbung ohne Einwilligung. In Deutschland ist das ein Abmahnrisiko.
Die Regel ist einfach:
- Nur wer im alten Shop eingewilligt hat, wird als Abonnent importiert. Am besten mit dem Datum der Einwilligung.
- Alle anderen kommen als Kunden ohne Marketing-Zustimmung. Sie bekommen Bestellmails, aber keine Werbung.
- Abmeldungen bleiben Abmeldungen. Wer sich im alten Shop abgemeldet hat, darf im neuen nicht wieder auftauchen.
Nutzt du ein E-Mail-Tool wie Klaviyo, liegen die Einwilligungen oft dort. Dann wird das Tool mit Shopify verbunden, und die Liste bleibt, wo sie ist. Im Zweifel lässt du den Ablauf von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen.
5 Schritte, damit Kunden den Umzug kaum merken
- Daten bereinigen. Doppelte Konten zusammenführen, Testkunden löschen. Zwei Konten mit derselben E-Mail nimmt Shopify nicht an.
- Testimport. Erst ein paar hundert Kunden, dann prüfen: Stimmen Adressen, Tags, Einwilligungen?
- Finaler Import kurz vor dem Go-live. Damit auch die Kunden der letzten Tage dabei sind.
- Kurze Ankündigung per Mail. „Unser Shop ist neu. Einloggen geht jetzt ohne Passwort, nur mit deiner E-Mail.“ An alle mit Einwilligung, für alle anderen als Hinweis auf der Login-Seite.
- Login selbst testen. Mit einem echten Bestandskonto anmelden und prüfen, ob die alten Bestellungen da sind.
Häufige Fragen
Müssen Kunden ihr Konto neu aktivieren? Nein. Mit den neuen Kundenkonten reicht die E-Mail-Adresse. Einladungsmails und Passwort-Resets fallen weg.
Was ist, wenn ein Kunde keinen Zugriff mehr auf seine alte E-Mail hat? Dann kannst du die Adresse im Shopify-Admin ändern. Der Code geht danach an die neue Adresse.
Sehen Kunden ihre alten Bestellungen? Ja, wenn die Bestellhistorie mit migriert wurde. Dafür gibt es Migrations-Apps oder einen Import über die Schnittstelle.
Kann ich weiter Passwörter anbieten? Nicht mit den neuen Kundenkonten. Die alten Konten mit Passwort bekommt kein neuer Shop mehr, und Shopify hat ihr Ende angekündigt.
Kümmert ihr euch um den Kundenumzug? Ja, bei jeder Migration: Bereinigung, Import, Einwilligungen und Test.